Dass Joggen gesund ist und Stress abbaut, wissen wir längst. Laufen hilft aber auch dabei, eine Folgedepression bei depressiven Menschen zu verzögern oder sogar zu verhindern. Zu diesem Ergebnis kam Professor Roland von Känel, Chefarzt des Kompetenzbereichs für psychosomatische Medizin am Berner Inselspital, in seiner neusten Studie.
Schon nach einer halben Stunde Lauftraining fühlt man sich befreit. Das liegt daran, dass beim Laufen Glücks-Hormone freigesetzt werden, die eine positive Stimmung erzeugen.
In der Schweiz sind ungefähr 400 000 Menschen von Depressionen betroffen. Auf die Gesundheitssysteme kommen dadurch hohe Kosten zu. Joggen statt Tabletten ist für Känel eine echte Alternative, auch wenn andere nicht ganz von den Ergebnissen seiner Studie überzeugt sind. Dafür beobachtete er 156 Testpersonen über einen längeren Zeitraum und kam zu dem Ergebnis, dass moderates Laufen dreimal wöchentlich Antidepressiva ersetzen kann.Â
Auch wenn manche Känels Ergebnisse anzweifeln: Joggen trägt in jedem Fall trägt dazu bei, dass sich die Symptome einer Depression oder eines Burn-out weniger stark zeigen. Bereits nach einigen Wochen tritt eine Stimmungs-Verbesserung auf. Känel ist davon überzeugt, dass eine Depressionstherapie, die körperliche Aktivität mit einbezieht, wesentlich erfolgreicher ist als die klassische Therapie. Es kommt vor allem darauf an, Depressive zur Bewegung zu motivieren. Hierin liegt die weitaus größere Herausforderung.Â
Quellen:
BernerzeitungÂ
laufen-und-gesundheit.de