Trainieren für den Marathon
Ein Marathonlauf. Das sind 43 km Laufen, ohne Pause. Dabei ist man Wind und Wetter ausgesetzt, womöglich muss man zudem noch einige Steigungen überwinden und ist mit der durchtrainierten Konkurrenz konfrontiert. Kann man dafür trainieren? Oder viel eher wird sich jeder fragen: Kann ICH dafür trainieren?
Die Antwort ist: Ja.
Jeder kann einen Marathon laufen. Viele verkennen nur das Ziel eines solchen Wettkampfes. Sicher, Profis haben ein gewisses Zeitziel oder wollen gar eine Platzierung erreichen. Viele Anfänger und auch Amateure geben sich mit einem für sie nicht minderschweren Ziel zufrieden: Durchhalten. Wer noch nie einen Marathon bewältigt hat sollte schleunigst vergessen, sich irgendwelche Zeitziele zu setzen.
Aber auch, um einen Marathon durchzuhalten, bedarf es einem ausgewogenen Trainingsplan. Im Internet gibt es ein großes Angebot an bereits vorgefertigten und kostenlosen Trainingsplänen (Siehe Linkliste unten). Allen gemein ist, dass man sich stets an seinen eigenen Grenzen orientieren muss, der beste Anhaltspunkt dafür ist die eigene Herzfrequenz, idealerweise gemessen mit einem entsprechenden Pulsmesser (oder Pulsuhr). In den besagten Trainingsplänen werden immer Prozentsätze der maximalen Herzfrequenz aufgeführt, das heißt, um seine eigene optimale Trainingsdosis herauszufinden, muss man zunächst seine maximale Herzfrequenz ermitteln. Dies geschieht am besten bei einem Arzt oder, bei völliger Gesundheit und ausreichender Fitness, im Selbsttest. Für einen solchen Selbsttest muss man vorher gut aufgewärmt sein und auch wirklich einen gewissen Grad an Fitness mitbringen; Anfänger sollten dies also keinesfalls in Angiff nehmen. In der Regel aber liegt der Maximalpuls zwischen 180 und 200 Schlägen pro Minute.Wichtig ist also nicht, ein bestimmtes Tempo zu erreichen, sondern seinen Puls stabil zu halten.
Vergleicht man die verschiedenen Trainingspläne, so fallen einige Gemeinsamkeiten auf, deren man sich im Training bewusst sein muss: In jeder Trainingswoche sind Ruhetage vorgesehen, damit sich der Körper regenerieren kann und Zeit hat, sich auf die regelmäßige Zusatzbelastung einzustellen, sprich: sich ans Training zu gewöhnen, was gleichbedeutend ist mit einer Steigerung der Fitness. Ruhetage sind also genauso einzuhalten wie Trainingszeiten. Auch sind manche Trainingswochen etwas weniger intensiv ausgelegt und deshalb als Regenrationswochen anzusehen. Weiterhin stellt man fest, dass am Wochenende die längsten Trainingszeiten vorgesehen sind (höchstwahrscheinlich weil die meisten Hobbysportler berufstätig sind ;-). Meistens ist der Sonntag dann mit maximal 3 Stunden Trainingszeit eine Überprüfung der bisherigen Trainingserfolge.
Ein letzter wichtiger Punkt sind die Fahrtenspiele. Hier läuft man immer in kurzen Intervallen mit erhöhter Herzfrequenz und anschließender Trainingspause bzw. Intesitätsverringerung. Diese spielerische Trainingsmethode hat den Sinn, einen Trainingsreiz zu schaffen. Nach ein paar Wochen Lauftraining kann es vorkommen, dass die Fortschritte stagnieren, der Körper hat quasi ein Gleichgewicht erreicht. Dieses kann man nur durcheinanderbringen, in dem man den Körper “reizt”, sprich Belastungen aussetzt, die zu einer deutlichen Erschöpfung führen. Durch das abwechselnde Einbringen von Fahrtenspielen bleibt der Trainingsfortschritt konstant.
Zum Abschluss sind hier noch einige Links zu Trainingsplänen aufgelistet:
Trainingsplan in der Zeitschrift Focus
Trainingsplan Laufszene
Trainingsplan “jogging-online”
Trainingsplan runnersgat.de
Trainingsplan spiegel.de
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